Docfest on Tour im Autokino Würselen


Mo. 25.05.2020 | 20.00 Uhr
Metropolis AEC-Autokino
Carlo-Schmid-Straße 3A
52146 Würselen
Wir freuen uns sehr, die ursprünglich im Apollo-Kino geplante Veranstaltung am 25. Mai 2020 im Metropolis AEC-Autokino im Gewerbegebiet Aachener Kreuz in Würselen anbieten zu können.

Nutzen Sie die Gelegenheit und blicken Sie gemeinsam mit Kollegen, Freunden und interessierten Gästen über die Grenze in die Niederlande. Der Film Vor der Stille von Richard Dols bietet Ihnen einen Einblick in den Alltag von Menschen in in der letzten Phase ihres Lebens, zeigt welche Fragen, Frustrationen, Freuden und Erfahrungen sie bewegen.

Begleiten Sie in dem Film Träume habe ich viele von Miriam Pucitta und Michael Chauvistré den Protagonisten Julio, der nach dem frühen Tod seiner Eltern von Kamerun nach Deutschland aufbrach um hier eine Ausbildung zum Krankenpfleger zu absolvieren. Erleben Sie den Umgang mit Kranken und Sterbenden aus dem persönlichen und besonderen Blickwinkel des Pflegeschülers. Der im Rhein-Maas-Klinikum Würselen gedrehte, und von der Film und Medienstiftung NRW geförderte Film erfährt hier seine Premiere.

In Zusammenarbeit mit

Programm

20.00 Einfahrt
20.30 Livemusik von Junodori
21.30 Uhr Begrüßung durch Karl Schultheis, MdL und Premiere Träume habe ich viele
Im Anschluss Grußwort der Filmemacher*innen Michael Chauvistré und Miriam Pucitta sowie des Protagonisten Yves Julio Waffo
Im Anschluss Begrüßung durch Filmemacher Richard Dols und Film Vor der Stille

Tickets ausschließlich online unter:  aec-autokino.de
1-2 Personen 22 €, 3-4 Personen 33 € – Getränk inklusive
Adresse: Carlo-Schmid-Straße 3A, 52146 Würselen, Deutschland

Junodori

Judith Nordbrock kennt sich aus mit dem guten Ton im Film, denn sie ist Tonmeisterin. Sie tritt aber auch als Sängerin und Pianistin unter dem Namen Junodori auf.
Ihre Songs entspringen der Singer-Songwriter-Tradition und verbinden Pop mit Jazz. Sie spannen den Bogen von stimmungsvollen Balladen über humorvolle Chansons bis hin zu funk-groovigen Stücken und vereinen Harmonien und Rhythmen, die weder zu einfach noch zu komplex sind. Jeder Song folgt seiner ganz eigenen Stilistik und Geschichte und spiegelt den großen Facettenreichtum der Musikerin wider.
Gemeinsam mit ihrem Saxophonisten Sergii Chernenko wird sie an diesem Abend ihre Musik präsentieren.

Träume habe ich viele

Premiere

Yves Julio Waffo kommt aus Kamerun. Der frühe Tod der Eltern ließ ihn nach Europa aufbrechen. Monatelang war der Jugendliche mit seinem Bruder Patrick auf der Flucht.

Einige Jahre nach seiner Ankunft in Deutschland, mittlerweile selbst junger Vater, absolviert Julio seine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger und erlebt den Umgang mit Kranken und Sterbenden als bereichernd wie fordernd. Bedacht und in liebevoller Zuneigung zu Patienten und Angehörigen stellt er sich seinen Aufgaben und bemerkt schnell große Unterschiede im Umgang mit Krankheit und Tod gegenüber seiner Herkunftsprägung. Die Bedürfnissen der Patienten und die Anforderungen des allgemeinen Pflegealltags erweisen sich immer wieder als schwierig.

Mit einem klaren Blick nähert sich der Dokumentarfilm dem Protagonisten sowie seinem Lern- und Arbeitsumfeld und beleuchtet nicht zuletzt den oft intimen Umgang mit Kranken und Sterbenden aus dem besonderen Blickwinkel des Pflegeschülers Julio.

Deutschland | 2019 | 51 min.
Regie: Miriam Pucitta und Michael Chauvistré
Kamera: Michael Chauvistré
Ton und Schnitt: Miriam Pucitta
Produktion: Happy Endings Film
Gefördert durch die Film- und Medenstiftung NRW

Vor der Stille (Voor de stilte)

Nach der Premiere wurde der Film über anderthalb Jahre in vielen niederländischen Kinos gezeigt. Er lief auf  Festivals  von Porte Alegre (Brasilien) bis Phnom Penh (Kambodscha) und Los Angeles (USA). Hier wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Der Dokumentarfilm versucht, die Frage zu beantworten, was in Menschen vor sich geht, wenn sie die letzte Phase ihres Lebens erreichen. Wie gehen sie mit diesem Wissen um, was macht es mit ihnen? Wie gehen sie mit Abschied um, wie sehen sie ihre Vergangenheit und Zukunft? Egal wie kurz diese Zukunft ist.

Vor der Stille zeigt, was die letzte Lebensphase für Menschen bedeuten kann, wenn sie Aufmerksamkeit und ein hörendes Ohr erthalten. Sie erleben, wie es ist, sich in einer der wenigen Pflegeumgebungen menschlich zu fühlen und nicht nur geduldet. Haben Zeit und aufrichtige Aufmerksamkeit auch eine restaurative Funktion? In jedem Fall ist die Erweckung, die einige Sterbende erleben, erstaunlich.

Der Regisseur möchte die Zuschauer in die Erfahrungen der Sterbenden einführen. Integrität ist von größter Bedeutung. Die sieben Hauptfiguren öffnen eine Tür während einer verwundbaren Periode. Wir sehen persönliche Geschichten und Kämpfe über die Schwierigkeit des Loslassens, Verbundenheit, Liebe, Akzeptanz von Tod, Leidenschaft für die Natur, Frustration, Versöhnung mit der Vergangenheit, Erstaunen und Euthanasie.

Vor der Stille ist eine leicht verständliche Dokumenarfilm über Menschen in ihrer letzten Lebensphase in verschiedenen Hospizen in den Niederlanden. Sie teilen ihre persönliche Geschichte, Hoffnungen, Überzeugungen und ihren Glauben. Jeder handelt entsprechend seiner eigenen Ängsten im Hinblick auf den nahenden Tod. Und die Lebensgeschichte ist dabei ein bestimmender Faktor. Es scheint, als hätte das Leben diesen Menschen  in ihren letzten Monaten mehr zu bieten, als sie selbst erwartet hatten, in dem unter anderem die Liebe zur Natur, eine kriminelle Vergangenheit oder ein lebenslanges Geheimnis enthüllt werden.

Niederlande | 2015 | 87 min
Sprache: Niederländisch mit deutschen Untertiteln
Regie: Richard Dols
Co-Regie: Hanneke Som en Ruud Geuijen
Produktion: Stichting Zuyderzigt / Voyart Films

Docfest on Tour ist ein gemeinsames Projekt von

 

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