So war’s: DokFilmWerkstatt Monschau 2022

Regisseurin Alice Agneskirchner war dabei und zeigte ihren Dokumentarfilm Komm mit mir in das Cinema – Die Gregors, ein Film, der Momente aus 100 Jahren Filmgeschichte anhand von Stationen der Lebensgeschichte dieses Paares zeigt. So beschreibt sie die DokFilmWerkstatt:

Michael Chauvistré bringt nun seit sieben Jahren immer wieder eine gemischte Gruppe von Filmschaffenden und Dokumentarfilminteressierten nach Monschau. Das Doc-Fest Monschau ist eine Dokumentarfilm-Werkstatt im besten Sinne. Eine wohltuende Klausur, jenseits der sonst üblichen Festival-Hektik.
Gewohnt wird am Fuße der Burg, hoch über der historischen Altstadt. Die Filmvorführungen finden in der Burgkapelle statt. Freitagmittag geht’s los, und es dauert bis Sonntagnachmittag.
8 – 10 Filme, die ein subjektives und doch weitreichendes Spektrum aktueller und auch einiger älterer Filme aufzeigt. Die Regisseur*innen sind anwesend. Nach jedem Film folgt ein moderiertes Filmgespräch, das sich schnell für die Zuschauenden öffnet. Ein multipler Dialog, freundlich aber sehr direkt. Dabei werden Machart, Inhalt und Wirkung der Filme intensiv diskutiert.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 30 Personen. Mitmachen sollte nur, wer das ganze Wochenende Zeit hat. Denn das Kennenlernen der unterschiedlichen Filme, die gemeinsamen Mittagessen, das Zusammenfinden der Einzelnen im Verlauf der drei Tage (nicht unwichtig dabei: die gemeinsamen Abende), läßt Gespräche entstehen, die in die Tiefe gehen.

 

So habe ich neue dokumentarische Arbeitsweisen erlebt, konnte erfahren, wie sie entstanden und technisch realisiert wurden – und die Wirkung im gemeinsamen Sehen und Reden erleben.
Durch die intensiven Gespräche kann ich Rückschlüsse für meine eigene Arbeitsweise und Gedanken für künftige Projekte ziehen, die noch lange nach der Abreise nachwirken. Aus Kollegen werden befreundete Kollegen und branchenfremde Besucher begeistern sich für den Dokumentarfilm, weil sie die Vielfältigkeit dieses Genres mit neuen Augen sehen.  Ich komme wieder.

Alice Agneskirchner

Neben den vielen schönen Filmen und anregenden Gesprächen fand ich es beeindruckend Kolleg*Innen zu begegnen, die so viel Kreativität, Herzblut und Energie in ihre Projekte stecken. Das hat mir Mut gemacht, an meinem kleinen persönlichen Dokumentarfilm weiter zu arbeiten.

Heinz Dietz

Wunderbar die neuen Kontakte und das Marathon- Filmegucken. Mit meinem Zimmergenossen haben wir uns am ersten Abend, in der Dunkelheit, noch über die gesehenen Filme ausgetauscht, bevor irgendwann der Schlaf kam. Also ein wirklich inspirierendes und außergewöhnlich schönes Wochenende.

Martin Gressmann

Spannend, so eine Begegnung im kleinen Kreis über Tage beim gemeinsam Filme schauen.Es entstehen Gespräche, die Tiefe zulassen, denn sie werden immer wieder aufgenommen. Ein Gegenentwurf zur flüchtigen oder zufälligen Festivalbegegnung – tolle Erfahrung, tolle Teilnemer*innen.Danke!

Elena Alvarez

 

 

 

Der Dokumentarfilm lebt und erfreut sich bester Gesundheit. Wer daran gezweifelt hat, weil sich zuletzt die Hiobsbotschaften über wegfallende Finanzierungen und schwieriger Drehbedingungen unter Corona überschlagen haben, der konnte an diesem Wochenende feststellen, dass die Coronastipendien auch verschiedene Dokumentarfilme überhaupt erst möglich gemacht haben. Überraschend die Vielzahl an Projekten, die ohne Filmförderungsanstalten oder Sender gedreht worden sind und wenn auch die Frage nach der Auswertung solcher Filme nicht erschöpfend beantwortet werden konnte, so wird der Dokumentarfilm in Zukunft auch hier ein paar Wege durchs Unterholz einschlagen, wie sie auf der Leinwand in mehreren Filmen mit der Kamera gegangen wurden. Die Allergie gegen die eigentlich dominanten Sender führt zu schmalen und trotzdem tiefschürfenden, oft schmerzhaften Filmen, die vielfach persönlicher sind, als die in voll finanzierten Zusammenhängen entstandenen – so scheint es.

Marcus Seibert

Als niederländischer Filmemacher hat es sich gelohnt, die deutschen Kollegen und ihr Arbeitsfeld kennen zu lernen. Die Diskussion im Anschluss an die gezeigten Filme war informativ, offen und sehr interessant.

John Rouvroye

 

Für mich war der Wokshop mit das spannendste und bewegendste Wochenende in 2022. Das intensive Treffen in Monschau bot erneut ausgewählt gute Filme im Zusammenhang mit tiefgründigen Gesprächen in netter Atmophäre und besonderem Ambiente. Es ist etwas Besonderes, die Persönlichkeiten dahinter so nah zu erleben und kennenzulernen. 

Peer Kling

 

Ich war dieses Jahr zum ersten Mal bei der DokFilmWerkstatt Monschau und kann als Newcomerin im Bereich Dokumentation nur sagen: Es lohnt sich – sehr. Sowohl die Filme, die dort gezeigt werden, als auch die anschließenden Diskussionen sind äußerst spannend und hilfreich für die differenzierte Betrachtungsweise eigener Projekte. Das Setting Monschauer Schloß und Eifellandschaftist perfekt.Vielen Dank! 

Margret van Oepen

 

 

Die Dokumentarfilm-Werkstatt in Monschau 2022 bedeutet für uns: Zahlreiche, großartige Dokumentarfilme in einem Kinoambiente zu erleben und darüber in einer wertschätzenden, professionellen und kollegialen Atmosphäre zu diskutieren.

Robin Epkenhans und Rainer Bärensprung

Als kurzfristig eingeladener Gast war ich von Beginn an sehr angetan von dem freundlichen Umgang miteinander, auch mir als einem “Neuen” gegenüber – und ich war gleichzeitig vom disziplinierten und tiefgehenden (jedoch wohltuendem un-akademischen) Ablauf beeindruckt.

HeJoe Schenkelberg

Einmal angefixt … lässt’s mich nicht mehr los! Dokumentarfilm – pur! Dokumentarfilmschaffende – pur! Eine großartige Idee: DokumentarfilmerInnen ausLeidenschaft unter sich. Und ebenso offenen Auges und Ohres  für den Blick des Zuschauer und den Austausch mit IHM – dem sonst Unsichtbaren.
Für mich: eine REISE …  ein TRIPP … auf dem Projektionsstrahl nach Anderswo … und Überall …. ins Irgendwo im Nirgendwo.  Zum Wahren … Schönen … und Guten!

Mic Hüpgens

 

 

 

 

Die DokFilmWerkstatt ist eine tolle Gelegenheit für alle am Dokumentarfilm Interessierten, spannende Filme zu sehen und mit den Machern und Macherinnen darüber ins Gespräch zu kommen. Die Atmosphäre ist freundlich und weltoffen und macht es auch “Nichtprofis” leicht, das Thema für sich zu entdecken.

Peter Gölz

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